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Um mit einer PC-Steuerung sehr präzise fahren zu können, muss die Gleisbesetztmeldung sehr genau und zeitnah melden. Mit dem RS-Bus von Lenz steht ein sehr schneller Rückmeldebus zur Verfügung und die Gleisbesetztmelder RS-8 von LDT arbeiten ebenfalls mit sehr geringer Verzögerung.

Die Gleisbesetztmelder RS-8 von LDT arbeiten nach dem Stromfühlerprinzip. Sobald eine Lok oder ein sonstiger Stromverbraucher in den überwachten Gleisabschnitt einfährt, erfolgt ein Stromfluss über zweimal zwei in Reihe antiparallel geschaltete Dioden. Der dabei entstehende Spannungsabfall von ca. 2 x 0,7 V wird von der Auswertelogik des Besetztmeldebausteins als Indikator für den Gleisbesetztfall herangezogen. Dies bedeutet aber auch, dass an dem überwachten Gleisabschnitt eine um ca. 2 x 0,7 V niedrigere Spannung anliegt als in den nicht überwachten Abschnitten.

Durch diese Spannungsunterschiede bei nicht überwachtem und überwachtem Gleisabschnitt kommt es zu folgendem Verhalten bei der Gleisbesetztmeldung:
Fährt eine Lok mit zwei stromabnehmenden Drehgestellen in den überwachten Abschnitt ein, so erfolgt eine Gleisbesetztmeldung erst dann, wenn beide Drehgestelle im überwachten Abschnitt sich befinden, weil erst dann die Stromaufnahme aus dem überwachten Bereich erfolgt. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Lok z.B. schon 20 cm in den überwachten Gleisabschnitt eingefahren ist, ehe die Besetztmeldung kommt und Railware mit dem Bremsvorgang beginnt. Bei Triebfahrzeugen (BR 423 z.B) liegen die stromführenden Drehgestelle noch weiter auseinander (40 – 60 cm); hier macht sich dieser Umstand besonders gravierend bemerkbar.

Damit eine Gleisbesetztmeldung schon beim Einfahren der ersten stromabnehmenden Achse im Besetztmeldeabschnitt erfolgt, müssen beim nicht überwachten und beim überwachten Gleisabschnitt gleiche Spannungsverhältnisse geschaffen werden. Dies kann man erreichen, indem man ein Diodenpaket mit zweimal zwei in Serie antiparallel geschalteten Dioden in die Stromzuführung des nicht überwachten Abschnitts einbaut, sodass auch hier ein Spannungsabfall von 2 x 0,7 V erzeugt wird. Damit herrschen gleiche Spannungsverhältnisse im überwachten und nicht überwachten Abschnitt. Die bei einigen Lokdekodern durch die unterschiedlichen Spannungsverhältnisse verursachten Geschwindigkeitssprünge werden dadurch ebenfalls beseitigt.

Nun meldet jede Lok bereits bei der Einfahrt mit der ersten Achse in den Besetztabschnitt das Gleis als besetzt.

Materialbedarf:

  • Lochrasterplatine
  • vier Dioden Typ BY550-200

Wie schon auf der Seite RS-8 von LDT beschrieben erfolgt bei Lenz die Rückmeldung nur über die Schiene K. Daher muss die oben gezeigte Diodenschaltung in den nicht überwachten Abschnitten in die Leitung K eingebaut werden. Damit wird in den nicht überwachten Abschnitten die Spannung wie im Dekoder reduziert und eine Fremdspeisung der Besetztmeldeabschnitte aus den nicht überwachten Bereichen verhindert.

Auf Lochrasterplatine montierte Diodenschaltung in der Leitung K eingebaut.

Sollte die Leitung J bei anderen Digitalsystemen zum melden genutzt werden muss die Schaltung entsprechend in die Leitung J der nicht überwachten Abschnitte eingebaut werden.