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Unter der Artikelnummer 16070 bietet KIBRI den “Dynamischen Gleisstabilisator DGS 62 N” in der offenen Version an. Diesen Bausatz möchte ich hier etwas genauer beschreiben.


Nach dem öffnen des Bausatzes fallen einem direkt eine vier Seiten lange Bauanleitung und unzählige Bauteile entgegen.

Die erste Handlung ist wie bei eigentlich allen KIBRI-Bausätzen die farbliche Nachbearbeitung. Da wären z.B. die Fensterrahmen an den Führerständen in schwarz abzusetzen (die seitlichen Schiebefenster müssen silber lackiert werden) sowie die diversen Scheinwerfer und Signallampen in weiß bzw. rot zu lackieren. Auch sollten die Stempel der Hydraulikzylinder silbern abgesetzt werden. Eine spätere Alterung kann auch hier nicht schaden. Ein komplettes Neulackieren scheint mir nicht angebracht, da die Kunstoffteile durch und durch gefärbt sind und keine durchsichtigen Stellen aufweisen. Auch der Glanzgrad und Farbton des Kunststoffes entsprechen dem der Vorbildlackierung.

In den ersten drei Bauschritten werden die Teile der Hydraulikstabilisatoren und die beiden Drehgestelle zusammengebaut.

Bei den Aggregaten zeigt sich schon wie detailliert hier vorgegangen wurde. Ein solches Aggregat besteht aus 9 Einzelteilen!

Die Drehgestelle sind sehr leichtgängig und die Radsätze laufen ohne größeren Widerstand. Ob sich der Einbau von Metalltauschradsätzen lohnt sei mal dahingestellt. Ich persönlich belasse es bei den Kunstoffradsätzen auch im Fahrbetrieb, da die Maschine wohl nicht so oft im Zugverband anzutreffen sein wird.

Im vierten Bauschritt werden die Kurzkupplungskulissen, die Drehgestelle und die Aggregate am Rahmen montiert. Der Rahmen ist ein äußert stabiles Kunstoffteil welches der Maschine später die ganze Stabilität verleiht.

Bei der KKK ist wieder mal zu erwähnen:
neues Modell und wieder eine neue Variante. Und auch diese funktioniert nicht ruckelfrei. Es wäre für KIBRI wahrscheinlich einfacher eine fertige KKK z.B. von Fleischmann oder ROCO zu verwenden als wie dauernd andere Varianten auszutüfteln die dann doch zu schwergängig arbeiten. Für einen richtige Fahrbetrieb müssen somit die angrenzenden Fahrzeuge über eine leichtgängige Kulissenmechanik verfügen um Entgleisungen zu vermeiden.

Nun ist die Mechanik unter dem Fahrzeug vollständig. Neben weiteren Hydraulikanlagen sind nun auch der Getriebeblock sowie diverse Druckluftbehälter hinzugekommen.

Damit das Fahrzeug ein ordentliches Grundgewicht besitzt liegen dem Bausatz zwei schwere Metallgewichte bei, welche in den Rahmen eingelegt werden. Hier muss nicht geklebt werden da die Gewichte passgenau sitzen.

Der in Fahrtrichtung vordere Führerstand erhielt neben der Inneneinrichtung (die dem Bausatz beiliegt) noch einen Techniker spendiert. So ganz ohne sieht das Ganze dann doch nach nichts aus.

Wie im oberen Bild bereits zu sehen wird auf den Rahmen eine weitere Platte aufgeklebt, welche die Führerhäuser und die diversen Gerätschaften aufnimmt.

Deckel drauf und fertig. Nicht ganz. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch.

Über den Führerräumen sind die Klimageräte sowie die Pfeifeinrichtung zu sehen.

Zum Schluss werden nun noch die Seitenwandträger eingeklebt sowie die Aufstiege mit den Geländern montiert.


Fazit:

Nach dem Anbringen der Beschriftung erhält man ein weiteres schönes Baufahrzeug. Die Beschriftung ist auf sehr dünner Selbstklebefolie gedruckt und nach dem Aufkleben kaum zu sehen. Trotzdem sollte die Beschriftung möglichst genau ausgeschnitten werden. Die Rolleigenschaften sind hervorragend; über das Problem der zu starren Kurzkupplungskinematik habe ich bereits weiter oben berichtet. Eine abschließende, dezente Alterung schadet auch hier nicht.